Jeden Tag ne kleine Story

Da ich ja immer nur begrenzt und völlig unkalkulierbare Pausen habe, gibts jetzt zum Aufholen kleine Geschichten. Fangen wir mal mit unserer ältesten Mitbewohnerin an, der Omma.

Omma isst eines Tages nur sehr wenig. Und am nächsten Tag auch sehr wenig. Am dritten Tag sagt sie dann, dass die „Zähne“ nicht so gut passen …. 

Am nächsten Tag galt es dann einen neuen Zahnarzt zu finden. Ihre Zahnärztin hat aufgehört und die Praxis wurde nicht übergeben. Schwierigkeit war, einen zu finden, der Barrierefrei begehbar ist. Aber gut, gibt dann genau einen hier.

Termin ging fix, sie durfte gleich kommen. Das durfte dann D übernehmen.

Da die Prothese unterfüttert werden muss, müssen erst mal die Zähne gereinigt werden. Hier haben wir die Geschichte, dass sie Blutverdünner nimmt. Also wurde provisorisch ausgeschliffen, Oma kann wieder so einigermaßen essen.

Dann wieder mein Job: Kardiologie anrufen, Fragen wegen Antibiotika und ob Absetzen der Meds nötig ist. Hier gleich noch festgestellt, dass Oma keinen Herzpass ausgestellt bekommen hat. Das Zeug konnte ich gleich am nächsten Tag holen. Dann sollte noch der Quick-Wert festgestellt werden.

Nun könnte man ja meinen, dass Oma davon irgendwas mitbekommen hat. Da sie ja dabeistand.

Das ist aber nicht der Fall.

Ich habe keine verdammte Ahnung was die dann macht wenn sich Leute mit Ärzten unterhalten, und(!) es dabei um sie geht. So hats D ja schon erzählt, der mit ihr beim Kardiologen war, und dann von der Ärztin dazu gerufen wurde, weil Omma – mal wieder! – irgendwas vor sich hinblubbert, was überhaupt nicht zur Frage passt. Das hatten wir ja damals auch mit dem Notarzt …. und dann sind das so abartige Belanglosigkeiten, wie z.B. Der Notarzt fragt, ob es ihr JETZT gut geht, dann kommt irgend eine Geschichte von einer Bekannten, da musste ja auch mal der Notarzt kommen, weil die einfach umgefallen ist ..

Die Frau ist nicht blöd, die ist auch nicht dement. Ich weiß es einfach nicht. Man muss dann mehrmals fragen, ob sie die Frage nicht versteht. 

Es ist gar so, als würden sich hinter der Zunge vorüberlegte Sätze liegen, die dann rausmüssen, bevor der Satz mit der richtigen Antwort an der Reihe ist.

Und dann wird die ja entweder pampig oder ist beleidigt.

Nochmal Beispiel: Wir waren ja am Freitag weg, und das recht lange. Oma blieb im Wohnzimmer bei den Hunden. Unsere Soffi, der blinde Flokatibezogene Hund von Susanne, der ja aus dem Horrorhaus kommt. Soffi ist älter, genaues Alter unschätzbar, und blind. Gassi geht sie nicht, alles was mit Hals packen zu tun hat, ist ihr zuwider. Ich nehme an, dass sie bei den beiden Damen nicht wirklich gelernt hat, dass das Geschäft draußen zu erledigen ist. Da wir ja aber noch drei andere haben, D ständig rauchen muss, kann sie spätestens alle zwei Stunden auf die Terrasse. Bzw. Garten, aber Gras nur wenn dort ne zu jagende Katze drin ist. 

So kam es hier schon zu einigen Unfällen, aber nicht so häufig, dass es ein unheimlicher Nervfaktor gewesen wäre. Nachts hält sie durch wie die Liese. Liegt sie im Bett, geht das auch bis 11 mittags. Wenn raus aus dem Bett, dann muss sie halt. Und dann läuft sie auch aus. Dann gibts nachmittags noch einen Kack-Slot und direkt nach dem Füttern auch.

Die meisten Unfälle passierten dann, wenn D im Büro war, am Nachmittag. Meine Schuld. 

Wir waren also weg, kamen erst um sieben wieder, also ca. 6 Stunden. Zu Hause angekommen, erst mal die Hunde raus. Und Soffi hat dann ewig gepinkelt und anschließend geköckert. 

Sonntag abend saßen wir draußen zum Essen, da sagt die Oma: „Hach, ich hätte ja nie gedacht, dass sich die Soffi so einlebt“

Sag ich: Joa. Und stubenrein ist sie scheinbar auch, weil am Freitag hat sie gehalten. 

Oma: Bei manchen dauerts halt länger bis die aufs Klo gehen.

?!

Sie hats also irgendwie hinbekommen, einen alten Satz zu lassen und dann auf den Midi kommen, der noch immer mit Pampers rennt. Das wird dann die nächste Geschichte. 

Und so läuft das dann in Arztpraxen, bei Ärzten, die ja generell keine Zeit haben … 

Also. Zurück zur Story. 

Ich frage oma, ob sie denn bald wieder einen Termin beim Doc hat. Weil wir den Quick-Wert brauchen.  Sie ruft an, sagt sie, sie braucht ohnehin Rezepte. Und weil mir grad recht viel auf den Keks geht, hab ich gesagt, dass ich da mit will. Oma sagt „ja“.

Omma besucht ja oft ihre Freundin, drüben, in der Anlage. 

Eines Tages sitzt sie auf dem Bett, und sortiert Rezepte. 

Da bin ich zu D, und habe ihn gefragt was das soll. 

Er: Was?

Ich: Omma! War beim Doc.

Er: Ich weiß von nichts.

15 Minuten später, Küche. Auftritt Omma: Du. Da leg ich Rezepte hin. Die muss man dann holen.

Ich hab dann gefragt, warum sie alleine war.

Sie hätte nicht gewusst …

Aha. Ich hab dann die Rezepte liegen lassen. Da kam sie dann aber noch vier mal und hat bei verschiedenen Leuten gefragt, ob man denn schon in der „Apertheke“ war ….

Um halb acht hatte ich dann noch mal das Glück, da sagte ich, dass die schon lange zu hat.

Dann sagt sie: da ist aber ein „Mediment“ dabei, das sie morgen VOR dem Frühstück nehmen soll.

Tja, Oma. Wäre ich dabei gewesen, hätte ich gleich danach zur Apotheke fahren können. 

D, der Gute, ist dann aber gleich am nächsten Morgen los. Es war dann ein Antibiotika wegen Erkältung.

Beim Abendessen hab ich dann gefragt, wie es denn nun aussieht mit dem Quickwert. Sagt sie: „Was?“

DER QUICKWERT! FÜR DEN ZAHNARZT!

Sie: „weiß ich doch nicht was das sein soll.“

Ich: „Du warst beim Zahnarzt dabei? Der will einen Quickwert, sonst macht der nicht weiter!“

Oma: „Na, wenn du dann gehst, sagst du denen dann halt das was DU brauchst, wenn ich da dann vorbeikomme, nehme ich das mit!“

HALLO?!

….

….

Montag, ich rufe den aus dem Urlaub zurück gekehrten Doc an. Erkläre das Anliegen. Donnerstag, 8:10 Uhr, zur Vorsicht nüchtern bleiben.

Ich gehe zu Oma, sage Uhrzeit, nüchtern bleiben.

Kurz darauf Anruf von der Praxis. Oma muss nicht mit, sie nimmt kein Marcumar, da reichts, wenn sie die Blutverdünner 2 Tage vorher absetzt.

Zahnarzt angerufen, Termin ausgemacht.

Okay, ich zu Oma. Oma, du musst nicht mit, du darfst die Xarelto 2 Tage vor dem Zahnarzttermin, der am Freitag ist, nicht nehmen. 

Oma: „Welche Herztabletten? Die Großen?“

Ich: „Oma, ich weiß nicht wie die aussehen.“

Oma: „ich bring sie mal“.

Man ahnt es bestimmt. Sie bringt ihre vorsortierten Tablettenboxen.

Oma …. Ich kann so nix damit anfangen. Ich brauche die Verpackung ..

Tabletten gefunden, gesagt die, Oma sagt, sie sortiert die raus.

Ich machs kurz. Am Mittwoch hat sie trotzdem Blutverdünner genommen, obwohl sie die doch GLEICH raussortieren wollte!

Kotzen will man da.

Ich war dann am Donnerstag beim Doc um das mit Oma zu besprechen. Termin beim ZA sofort absagen, das geht nicht, sie MUSS zwei Tage vorher absetzen.  Arrrgh.

Der Termin war dann am Montag drauf.

…. und diesen Post habe ich scheinbar vor 1,5 Wochen angefangen. In der Zwischenzeit passierte soooooooo viel. Ich komm nicht hinterher.

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Hier bin ich

Doch, alles im Lot. Bzw. Die üblichen Geschichten halt.
Wir hatten 2 Wochen Pfingstferien, im Kindergarten war nur ne Notgruppe, zu der der MIDI aber nicht gemeldet war, weil er ja schon 2,5 Wochen vorher krank zu Hause war. 

Es. Ist. Nicht. Einfach. Und dabei war der Mann auch noch unterstützender Weis‘ zu Hause.

Der Midi ist der allerschlimmste. Und ja, das sag ich so: Heute endlich wieder Kindergarten! Wenn dem langweilig ist, und das war mehrmals täglich der Fall, dann wird der zum Teufel. Und das nicht so *hahaha* sondern eher von der Sorte, die man an die Wand nageln möchte.

Selbst wenn er beschäftigt ist, findet er noch Möglichkeiten zu terrorisieren. Auto mit Split belegen, z.B.

Ich bin einfach zu nix gekommen. Nix, was mir mal mehr als 10 Minuten am Tisch gibt.

Am Freitag haben wir das ganze dann auf die Spitze getrieben, in dem wir ALLE einkaufen sind. Den Großen kann man nämlich auch nicht alleine lassen …

Der Midi hat im Prospekt einen Grill entdeckt. Den mussten wir – im Tausch gegen einen längst fälligen Haarschnitt – holen. Vorher noch Telekomshop (unnötig, weil nicht befähigt), dann Spielwarenhölle, dann TKMaxx. Letzteres auf meinen Wunsch, und ich dachte, der hat soviel Kram, da wirds schon ein paar FidgetSpinner geben, die dann für den Großen gewesen wären. 

Da steht man in nem riesen Laden, und ich darf(!) überhaupt nicht für Mich-Sachen suchen, weil nämlich Terror vom Feinsten. Der Midi auf der Flucht, der Mini hungrig, der Große pampig. Gefunden hatte ich dann nur Sachen für den Mann und Socken für den Großen. Ach, und ein Nachthemd für Oma. 165 EUR, und die Ausbeute war grandios. Zumindest für das Familienoberhaupt. 

Dann nach Hause. Mittlerweile war auch der Mann mehr als genervt. Und ich dann auch. Brückentag. Alle Straßen verstopft. Und auf der Autobahn wird man von 170 ausgebremst (war echt knapp), weil ne Holländerin mit 90 Sachen einen LKW überholen musste. Ist denen egal, gell? Ich meine, die hätte mich sehen können! Und sogar noch zurückziehen, weil den Überholvorgang hat die in 500 meter Entfernung zum zum überholenden Objekt gestartet. 

Seit Mittwoch will ich meinen Ansatz färben, ich hatte sogar noch Notfallmässig D losgeschickt, um eine weitere Packung zu holen. Die Haare sind nach dem Frisörunfall doch wieder fast lang.

Und dann gibts noch was. Da ich ja jetzt gezwungenermaßen STUNDEN in meinem Stillschaukelstuhl verbringen muss, haben wir Netflix. Noch als Probemonat, aber ich glaube das bleibt. Deutlich Mehrwert zum GEZ-TV. Schuld daran ist eigentlich die Telekom, bzw. Mini, bzw. Orange is the new black. Lief das doch auf NEO an, ich habs aufgenommen, weil ich in den letzten Zügen der Schwangerschaft zu müde dafür war. Dann kam die Umstellung des Receivers, und ich wollte mir die Aufnahmen noch am 2. Mai ansehen, ging ja dann nicht, dann musste der alte Receiver zurück, gute Serien gibts nich in der Mediathek (werde ich bei der Mitgliederversamlung ansprechen müssen) und die Festplatte ist fest.

So. Geht schon wieder los.

Nicht,

Dass ich mich nicht mehr mitteilen möchte, aber die App auf meinem Phone funktioniert nicht mehr. Die steht auf Update, und das seit Wochen. 

Und das mit Pad ist so ne Sache … Das Ding ist einfach zu groß um zwischen Säugling und Stillkissen zu balancieren.

Hier läuft alles so … einigermaßen. Seit Tagen würde ich gerne den Wäscheberg verschwinden lassen. Eigentlich wäre da Vormittags ne gute Zeit, aber das war diese Woche nicht drin, und jetzt ist auch schon wieder der Freitag fast vorbei. Montag und Mittwoch hat D den Schutthaufen vor dem Haus verschwinden lassen. Endlich. Das war ja auch nicht mehr schön. Schutt weg, Stellplatz da. Kein spaß … nach fast 1,5 Jahren wächst da kein Gras mehr, und bevor man da ansäht, könnte man Rasengitter legen. Für den Kleinen würde es allemal reichen.. Wenn auch dann endlich diese Parkerei am Ende der Straße geklärt sein sollte. Arschlöcher. Gestern blieben wieder beide Stellplätze vor deren Garagen frei, dafür wurde unser Tor zu gestellt. Ich weiß nicht, wie die auf die Idee kommen, dass ich gerne bitten möchte, wenn ich das Grundstück verlassen möchte. Gescheiterte Integration, vermutlich. Schließlich haben die hier ein Haus gekauft, dann dürfen die auch parken wo sie wollen. (Moah. Mir schwillt schon gleich wieder der Kamm).
Themenwechsel:

Wir waren heute beim Nippesverkäufer, der nebenher eine Kaffeerösterei betreibt. Die haben ja grad so Flattersachen im Programm. Ein Segen. Wenn ich auch ungern aussehen will, wie so ein Hippie. Und auch nur im Sommer das Haus seltenst in Hosenkleidern verlasse, die keinen Reißverschluss haben. Aber diese Naht macht mich kirre. Ich habe zwar erfahren, dass die Gyn seit Beginn ihres Studiums nur resorbierbare Nähte gesehen und gemacht hat (Sie hat dann auch drauf bestanden, dass sie seit 8 Jahren promoviert ist), ich aber noch beim Mittelzwerg Nähte hatte, die gezogen werden mussten … kann ich sagen, dass die altherkömmliche Art angenehmer ist. Wenn da nicht ne geistige Abwehr wäre, würde ich mich scherren wie ein verlauster Affe. 

Das Baby ist ein Rabattsicherer. Die hat mir dann – wegen meines Großeinkaufs(!) – 10% Nachlass gewährt. Beim Bäcker und beim Metzger gabs auch was für Umme.

Na, Morgen ist Kindergartenfest, da wollte ich was zum anziehen haben. Diese Umstandshosen haben eben auch den Nachteil, dass der Hosenbund genau auf der Naht aufliegt. Und dann geh ich halt als „Etno-Braut“. Wenns Wetter besser wäre, würden Espandrilles das Outfit vervollständigen. 

Tja. Was sonst noch?

Das Essen muss ich umstellen. Alles was man einhändig, am Besten mit Löffel, essen kann, wäre ne Maßnahme. Gestern gab es auf Wunsch des Großen Hähnchenschenkel, da blieben für mich lauwarme Kartoffeln, Salat und Brot. Das kalte Hühnerbein wollte ich dann auch nicht mehr. Nun könnte man ja denken, dass so die Pfunde purzeln. Bestimmt, wäre das so. Aber nicht, wenn man sich dann auf der Couch ne Tüte Primavera Erdbeeren reinhaut. 

Diese Woche waren ja die Aufnahmeprüfungen. Und ich hatte bestimmt schon berichtet, vom Klassenkameraden, der seit der 2ten Klasse Nachhilfe hat. Der musste da natürlich auch durch. 

Der hat heute den Großen belehrt, dass diese Schule nichts für ihn, also für meinen Großen, ist. Die ist nämlich hart as fuck. Und seine Mutter hat schon Wetten abgeschlossen, dass er nach der fünften runter muss. 

Das Kind besucht diese Schule übrigens mit zwei vieren nach den Aufnahmeprüfungen. 

Am Liebsten würde ich zu der rüber, und fragen, ob sie noch alle hat. Darf ich aber nicht.. Sagt der Mann.

So aber kann ich meinen Sohn nur bitten, dass er doch bitte den Kontakt mit ihm meidet. Wenn der abkackt, ist bestimmt meiner Schuld, weil er ihn ablenkt. Hatten wir hier ja auch schon. Mein sohn war übrigens auch der, der ihm das Mathezeugs erklärt hat. Und im Probeunterricht kommt zu 75% Wiederholungen dran. Das mit zwei Vieren trotz Nachhilfeunterricht zu schaffen, ist auch eher grenzwertig. 

So!

Kurze Pause, Brutus schläft.

Also. War ja klar, wenn man sagt, dass es auf gar keinen Fall passt, dann sollte man Wetten abschließen, dann kommts nämlich garantiert genau so.

Der Dienstag fing schon so an, dass die Fußpflegerin nicht um neun da war. So klar … Rückfragen um halb zehn ergaben dann, dass sie es erst um 11 schafft. So konnte D nicht mit zur Gyn.

Dort haben die offensichtlich schon gar nicht mehr mit mir gerechnet. Nach der obligatorischen Urinabgabe musste ich erst noch drei CTGs abwarten, bevor ich drangehängt wurde. Da hat Brutus dann gezappelt, und ich hab ihn mit dem Kopf nicht gleich wieder „gefunden“ – Zack! Hatten wir ein „suspektes“ CTG.

Die „anschließende“ Untersuchung (nach ner weiteren halben Stunde im Wartezimmer) ergab dann, dass da unten schon alles sehr gut durchblutet ist. Dann hat sich die Gyn nochmal beschwert, warum die im KKH so lange warten mit holen, normalerweise hätte man ihn ja schon längst raus geholt. So kam es dann, dass sie um halb zwölf in der Klinik angerufen hat, etwas gepanikt wegen des CTGs, dann noch kurze Rückfrage (habe dann erfahren, dass die Assistentin am Telefon war), dann Anruf in der Praxis: Bitte schicken.

D schon mal in der Wartezeit vorgewarnt, Tasche stellen, er muss mich fahren.

Auf dem Heimweg den Elternsprechtagslot abgesagt. Die wollen natürlich wissen WiesoWeshalbWarum, hmpf. 

D war schon fertig, Plätze im Ackergaul getauscht, ab.

Er ging noch mit zur Anmeldung, ich dann den Rest alleine in den Kreißsaal. Er musste ja dann schon die Kinder abholen. 

Ich wurde dann wieder ans CTG gehängt und das lief sowas von sauber und rund. Wir waren schon so weit, dass ich am nächsten Tag kommen dürfte. Die schieben schon kräftig am OP-Plan zu Lasten eines Chirurgen. Die waren der Meinung, dass ich unter keinen Umständen heute will, weil wir keinen Babysitter haben.

Dann kam die „richtige“ Gyn, checkt CTG, sagt alles fein. Wenn Sie wollen, holen wir ihn heute, ansonsten gerne morgen. Sie klärt das mit dem Chirurgen. Ich sagte, D klärt gerade mit seinen Eltern, ob die das Kindergartenkind betreuen können. Ich würde das ungern alleine durchziehen. Sie meinte, keine Panik, dem Baby gehts gut. Keine Anzeichen. 

Dann kommts: 

Diese Granate von gyn sagt, sie würde gerne meinen Puls fühlen. 

Sie fühlt und schaut mich an, sagt: Nö. Der kommt heute.

Ich: ?!

Sie: Das ist ein starker Geburtspuls

Das musste ich mir dann erklären lassen. Sie hat dann die Geräusche eines „normalen“ Pulses imitiert, dann den „Geburtspuls“. Dann sag‘ ich, könnte hinkommen.  Gestern lag ich mit dem Ohr auf dem Arm, da hab ich mich noch gefragt, ob das schon immer war, dass der Puls rauscht wie ein CTG. So „gautschig“. War aber äußerst beruhigend, ich bin dann ziemlich zackig eingeschlafen. 

Sagt die Koryphäe, in vier Stunden werden die Wehen einsetzen. Ich muss hierbleiben. 

Dann komm ich in mein Zimmer. Da drin eine Frau mit Minibauch.

Ich sag: „Oh! Da ist aber noch Zeit, oder?“

Sie: (pampig), „ne, wir haben heute Einleitung, sie wächst nicht mehr“

Die waren dann auch ständig unterwegs. Und ich saß da, weil D die Taschen wieder mitgenommen hatte, und ich nicht in Straßenklamotten aufs Bett wollte. Akku war leer, am Tisch gabs keinen Stecker.

Von D kein Mucks. Auf Nachfragen dann, er hätte seinen Vater erreicht. Seine Mutter ist unterwegs, man kann sie nicht erreichen. 

Ja. Aber die holen den in einer Stunde!

Da musste ich dann doch mal bisschen Paniktränen. In dem Moment kam die Krankenschwester und war sichtlich betroffen. Was los sei? Ob ich angst habe?

Nee, angst nicht. Aber ich muss den wohl alleine bekommen, weil die Schwiegermutter einen Physiotermin nicht absagen kann, und jetzt niemand den 3-jährigen betreuen kann.

Dazu muss ich rückblickend fairerweise sagen, dass sie ihr Handy nicht gehört hat. Wer weiß, ob sies abgesagt hätte … aber sie hat auch nicht gesagt, dass der Termin wichtiger sei.

Krankenschwester geht, Krankenschwester kommt. Ich täte ihr so Leid, der Mann soll jetzt kommen, sie passen auf den Knirps auf. 
To be Continued …..

Terminschwierigkeiten

Das wird alles eng. Ernsthaft.

Also. Am Samstag hat die Oma Geburtstag und die will (oder muss wollen) mit meiner Mutter zum Essen gehen.

Der Plan war ja, dass Mutter Oma in der „Anlage“ abholt und(!) dort wieder absetzt, von dort aus wird sie entweder von uns geholt oder läuft.

Das hat ja Mutter schon nicht gepasst. Die wollte ja hier abholen, dann Oma und Mann hier ab/aussetzen, dann Ex-Stecher treffen, dann hier den Standby-Ernährer abholen (und wahrscheinlich hier noch verweilen). 

Oma meinte ja, das geht nicht. Und seit dem hat sie sich nicht mehr gemeldet. 

Nun ist aber am Samstag von 10-13:30 Uhr Tag der offenen Tür der Schule der Wahl. Und das macht das alles schwierig. Wir müssten um viertel vor zehn Oma „in der Anlage“ rauswerfen, da muss sie dann irgendwo ein Asyl finden, bis Mutter holt. Dann wird gegessen, und dann wird wahrscheinlich – spätestens ne Stunde später – die Oma zurückgebracht. Da würde dann Mutter die Gelegenheit nutzen und sich hier mal „umsehen“ wollen. Wollen, weil Oma keinen Schlüssel hat, den ich ihr dann ja aber wohl oder übel geben müsste. Herrschaft. 

Muss aber fairerweise sagen, dass Mutter sich drei Wochen vorher angemeldet hatte, ich aber erst gestern in der Zeitung vom Termin des Tages der offenen Türe gelesen hatte. Hmpf.

Klar, das ist wichtig, hat aber, wenn man es realistisch betrachtet, nix, aber auch gar nix mit Oma zu tun. Außer eben, dass ich zähneknirschend zustimmen muss, dass sie hier geholt werden kann / muss. 

Das habe ich heute morgen angesprochen, Oma will gleich absagen. Neee Oma, das kannst du jetzt nicht bringen.

Sagt Oma, die hat sich seit dem nicht mehr gemeldet …

Joa. Das mag schon sein, aber ich muss doch auch nicht alle Tage ein, vor drei Wochen ausgemachtes Date, telefonisch nachbestätigen. 

Andererseits kann ich auch das Kind nicht alleine dort aussetzen. Oder alleine hin, weil ich nämlich eine tickende Zeitbombe bin. Daheim bleiben kann ich aber auch nicht, weil ich weder in der Lage bin, Oma samt Rollator die Treppe runterzustellen, noch die Kraft habe, mich der Erzeugerin zu stellen. Zumal Mr. D keine offizielle erzieherische Befugnis hat. Da wäre dann der tatsächliche Erziehungsberechtigte gefragt, der hat ja aber mit sowas generell nix am Hut.

Wenn „wir“ diesen 29. April geschafft haben, geht es grad so schwierig weiter. 

Am 2. Mai gibt es die Übertrittszeugnisse. Aber vormittags kommt Omas Fußpflegerin, und um 10 Uhr habe ich einen Gyn-Termin. Dann kommt irgendwann mittags der Große mit dem Zeugnis, und um 16:10 sitze ich bei der Lehrerin im Rahmen des Elternsprechtages. 

Das heißt: Der Brutus darf jetzt KEINENFALLS loslegen. 

Andere Schulen haben übrigens auch gleich am 2ten Mai die Einschreibung, das würde ja heftigst mit dem Elternsprechtag kollidieren. Diese Schule, die wir am Samstag besichtigen wollen, hat die Woche drauf die Einschreibung. 

Und da bleibt jetzt die Frage: Was machen wir?

Mit dem Zeugnis, das Anfang Dezember ausgehändigt wurde, hätte er ja ohne „Probeunterricht“ aufs Gymnasium können. Ich meine aber, dass ich in letzter Zeit ein paar vieren unterschreiben musste. Er (aka der Große) meint aber, er hätte nur noch zweien und schlechtestenfalls dreien nach Hause gebracht UND sogar ne eins irgendwo gehabt …

Gut, da bleibt das Zeugnis abzuwarten, da steht es ja schwarz auf weiß.

Fakt ist, er würde gerne den Probeunterricht machen. Sag ich: Schatzele, deine Noten reichen für einen guten Übertritt an die Realschule.

Jetzt habe ich aber erfahren, wer da so alles auf die Realschule gehen will.

Mei o mei …. Was ist da passiert, seit dem ich weg bin?!

Gut, damals ging es erst nach der sechsten Klasse auf die Realschule, nach der vierten schon ans Gymnasium. Eine hatten wir in der fünften, die ging nach dem Jahr noch aufs Gymnasium – aber dann mit fünfter Klasse wiederholen.

Die Kinder, die auf die Realschule gehen, sind in meinen Augen ganz klar Hauptschüler. Das ist wie bei dem RoGo. Mit zwei vieren in den Hauptfächern hat man auf der Realschule nix verloren. 

Der andere, der seit der zweiten Klasse Nachhilfe hat, geht nun auch auf die Realschule. (Wahrscheinlich hat die Q jetzt bei dem ein Jahr älteren Sohn gesehen, dass auf dem Gymnasium ein anderer Wind weht, und ein Kind, das seit Jahren Nachhilfe bekommt, dort abkackt).

Also. Die, die damals auf die Förderschule hätten gehen müssen (damals, als noch das was der Lehrer sagte, bestimmt hat), gehen heute auf die Mittelschule, die, die auf die Mittelschule gehörten, drängen sich in die Realschule und Kinder, die es locker in die Realschule geschafft hätten, drückt man nun aufs Gymnasium.

Ja! Das ist doch wahnsinn!

Wir reden uns hier die Ohren blutig.

Für sein Wollen spricht: diese (schwachen) Leistungen hat er erreicht, obwohl er faul ist. Er macht nix. Er lernt nicht, er macht seine Hausaufgaben ohne Fremdhilfe (und auch ohne Nachkontrolle …. jaja, ich Rabenmutter). Bei diesen Elternstammtischen erfahre ich immer, dass andere MINDESTENS eine Stunde täglich Stoff aufholen mussten. Die taten mir ja richtig Leid letztes Jahr. Die mussten zum Kommunionsunterricht und dort die Katholikengesetze lernen,  jeden Sonntag in die Kirche und noch Ministrantendienste erfüllen. Dazu noch TÄGLICH eine Stunde Stoff wiederholen. Um dann doch nur ne 2 oder 3 nach Hause zu bringen.

Der Große hat kein Problem mit allem was Heimat-und-Sachkunde oder Ethikgeschichten zu tun hat. Da reicht ihm völlig die Teilnahme am Unterricht und er kann das dann fast wörtlich wiedergeben. Er kackt ab in Rechtschreibung. Und die sehe ich als elementar.

Mathe macht ihm auch keinen Stress. Ich bin da ja in ner WA-Gruppe und da kommen dann schon so Aussagen „Wie soll das ein Kind lösen können?!“ – Hallo?!

Seit dem er ein Referat über Judentum für den Ethik-Unterricht machen musste, hat er auch einen ollen Laptop. Seit dem werden wir mit Youtube-Fachwissen gequält. (Und wir mussten feststellen, dass unser Kind sehr gutgläubig ist)

Er will den Probeunterricht machen, und wenn er was will, dann erreicht er das auch. 

Kontra: Ich habe immer gesagt, was mit Aufnahmeprüfung (So hieß das damals bei uns, da sieht man mal wieder, wie weichgespült dieses Schulsystem ist) erreicht wird, ist sinnlos.

Also. Reden wir Erwachsenen unter uns. Ja, es stimmt, er orientiert sich immer an den Starken. Da er aber einer der Starken ist, kann er sich an niemandem orientieren und hängt dann viel mit dem oben beschriebenen Kind ab. Die zwei lernen aber auch, und er ist scheinbar in der Lage, dem Nachhilfebezieher Mathe näherzubringen. Besser als der, der dafür bezahlt wird.

Dagegen halte ich, dass er stinkefaul ist, und ich fürchte, wenn er merkt, dass er mit dem Aufwand, den er bereit ist zu betreiben, nicht weiterkommt, total verweigert. Das weiß ich deshalb, weil es bei mir so war. 

Auf der anderen Seite ist das ein technisch ausgerichtetes Gymasium und wenn er realisiert, dass die Realschule nicht über diese Mittel verfügt um diese Richtung zu vertiefen, vielleicht ein bisschen Gas gibt, um dort bleiben zu können.

Von der Realschule bin ich nicht begeistert. Weil ich eben dort war. Ich weiß bescheid. Kacklehrer. Die sind sogar so verstritten im Kollegium, dass auf der Startseite der Homepage stand, dass es nicht möglich war, das Kollegium zu fotografieren, weil es bedenken von Seiten der Lehrkräften gab (und es keinen Sinn macht, die Lehrer, die keinen Aluhut tragen, abzubilden). Dann gibt es dort diese Deutschlehrerin, Hardcoreveganerin, die keine Möglichkeit auslässt, den Kindern Filme aus Schlachthäusern vorzuspielen. Thema eines Referates diesen Schuljahres war die Robbentötung. Das ist doch krank! Dafür mussten Kinder Filme ansehen, dann Fachliteratur lesen. Und das ganze mit Bildern garnieren. Siebtklässler übrigens.

Nein, ich finde Robbentötung nicht in Ordnung. Und auch nicht die Massentierhaltung. Und müsste ich meinen Fleisch- und Wurstbedarf selbst erlegen, wäre ich wahrscheinlich Vegetarier mit Hühnern im Garten. 

Man darf den Kindern gerne erklären, dass das grausam ist, aber bestimmt nicht im Rahmen einer zu benotenden Geschichte. Ich meine, ey, das ist Deutschunterricht. Und wenn man sowas verweigert, gibts ne 6 und dann ist essig mit Versetzung. 

Nun kommen wir ja vom Land. Und in meiner Zeit gabs einige Kinder von Landwirten, die durchaus die Hofschlachtung erlebt hatten. Auch ich, trotz keiner Landwirtschaft, wusste wann wo wie geschlachtet wurde. Was man heute ja nur noch unter Auflagen betreiben darf, weil wegen grausam oder eher subventionierung des Staates für die industrielle TierVERARBEITUNG. Ich durfte noch ohne Probleme Milch und ungestempelte Eier aus meiner Nachbarschaft holen. Auch wurde immer im Dorf die Schlachtung angekündigt und man konnte vor Ableben des Tieres Fleisch ordern. 

Ich persönlich betrachte die Aufklärung über die Herkunft unseres Essens als meine Aufgabe. Und ich habe das auch schon früh angefangen. Der Große ist ja herrlich abgebrüht und ich habe das völlig ohne Zuhilfenahme von Filmen geschafft, ihm die Verwerflichkeit des Kaufs gefrorener oder in Plastik abgepackten Fleisches von Discountern nahe zu bringen. Und dass ich, am Monatsende ohne Kohle, lieber vegetarisch koche als sowas zu kaufen.

Wobei ich da auch schon wieder Verräter meiner Ideologie wurde, da ich hin und wieder Fleisch vom Metro mitnehme. Ich versuche das dann auch argentinisch zu halten, aber neeee, es fand auch Schwein den Weg in unseren Kühlschrank. 

Da ja nun die Sprengelpflicht verschärft wurde, zumindest dahingehend, dass man das Kind in die NÄCHSTGELEGENE Schule einschreiben muss, ansonsten komme ich für die Fahrtkosten selbst auf. 

Und ihr seht, alleine DIESE Lehrerin lässt schon mein Blut kochen und ich sähe mich schon beim Schulrat sitzen um diese Person abzusetzen. 

Was sie privat treibt, ist mir scheißegal. Wenn sie religiösen Wahnsinn verbreiten würde, wäre sie schon lange weg, aber so traut sich niemand hin. Und ja! Ich betrachte das als Infiltrierung eines Wahnes. „Not your Mother, not YOUR Milk“ ist das was die Kinder als allererstes von ihr lernen mussten. Als einer ihrer Schüler eine Milch beim Pausenverkauf erstanden hat. Das wurde dann auch gleich Thema der nächsten Schulstunde.

Meiner Erfahrung nach fragen Kinder durchaus irgendwann, was das für ein Tier ist, was gereade gegessen wird. Und ja, ich habe auch breit erklären müssen, warum wir eigentlich keine Hunde und Katzen essen – für ihn macht das – zurecht! – keinen Sinn!

Es gibt zwar noch eine Realschule in der „Kreisstadt“, und scheinbar gibt es dort ein Schlupfloch, weil die irgendwas anbieten, was die Hier-Schule nicht anbietet. Mit meinem Glück wäre das aber ein musischer Zweig, und da kann man ja realistisch bleiben, das macht keinen Sinn. Das Kind ist musikalisch wie ein Stein.

Und von dem her bin ich fast gewillt, meine Aussage „Probeunterricht findet nicht statt“, zu revidieren. 

In der Hoffnung, dass spätestens die neunte Klasse die Spreu vom Weizen trennt, er das Gymnasium verlassen müsste. Also, wenn überhaupt, er dann in eine selektierte Klasse der Realschule wechseln müsste. Wobei ja noch immer das zutreffen könnte, was D in ihm sieht, dass er nämlich seinen Arsch schon noch beinanderzwicken kann. 

Ja nun, das sind ungelegte Eier. Vielmehr geht es jetzt darum, dass das aktuelle Ei bitte mindestens bis zum 3. Mai sitzen bleibt. 

Alles einfacher gesagt als getan.

Beim Reden bin ich nicht das Problem, aber Miss Bockig. Der darf man nämlich gar nix sagen.Beispiel: 

Ostermontag mittag gab es Pfannkuchen (okay … zeitlich Mittag, tatsächlich Frühstück, ich brauch da immer so 3-4 Stunden, bis da was rein geht). Der Kleine hat den Tisch gedeckt, aber für sich ein Messer vergessen. Während ich die Pfannkuchen verteile, krakeelt er, „Brauche Messer“

Ich sag: “ Warum hast du keins?“

Oma: „Ich hab doch!“ 

Ich: „Oma! DER KLEINE will ein Messer!“

Oma: „Achsoooo … kann doch ich nicht wissen … ich sag schon gar nix mehr!“

.. Ach Oma. Leck mich einfach.

Nein, das hab ich nicht gesagt, aber ich bin mir sicher, es stand in Leuchtschrift auf meiner Stirn.

Gesagt hab ich dann aber doch: „Richtig, Antworten erst dann, wenn man auch dich meint.“

Dass es alles sehr wohl mit ihr zu tun hat, zeigt jetzt auch das Engagement beim Händewaschen. Auf einmal geht da auch mit Ärmel hoch und Schaum.

Und das ToiPap war auch schon länger nicht mehr verschmutzt.
Dann haben wir hier schon den nächsten Krisenherd. Oma hat nämlich am 29ten Geburtstag. Mutter, die sich ja seit der letzten Notarztaction (die Hyperventilation hat sie ja verursacht) nix von sich hören ließ, meldet sich und will essen gehen.

Jo. Oma, kein Problem. Mach mal, ich weiß eh nicht, ob ich da zu Hause bin, wäre ja auch blöd, wenn du dann wegen uns abgesagt hättest.

Also. Omma sagt zu. Mutter will sie hier abholen. Oma will sich in der „Anlage“ treffen. 

Mutter angefressen, aber gibt klein bei.

Tags darauf: Mutter meldet sich nochmal, sie würde sich hier gerne mit einem Bekannten treffen, ob sie ihren Mann nach dem Essen hier aussetzen kann, sie holt ihn dann abends ab.

Oma sagt: Nö. Das geht nicht.

Mutter flippt, sie weiß gar nicht, was ICH schon wieder habe …

Also, erstens bin ich etwas nachtragend. Es geht noch immer um diese „Tütenaktion“, die sie ja freundlicherweise mitgeschickt hatte, ich mich aber trotz ihrer „Du musst das, da wirst du ruhiger!“, geweigert hatte, die zu rauchen. Sie dann geflippt ist, dass ich elendig verrecken soll (Jawoll. Ich telefoniere ja nur noch vor Zeugen, mit Lautsprecher mit ihr. Ihr hättet mal Mr. Ds Gesicht sehen sollen, als sie ihre „Empfehlung“ mehrmals mit DU MUSST ABER unterstrichen hat, ich dann meinte, dass ich einen SCHEISS muss und er gerafft hat, um was es geht). Klaaaar könnte man da die ganze Sache nach einem Jahr vergessen. Aber ic musste schon zu viel vergessen. Sie ändert sich nicht. 

Und ganz ehrlich, es ist ja toll, wenn sie ihre vorgedrehten Tütchen nicht mit auf die Heimfahrt nehmen möchte. Aber ich würde einen Teufel tun und was von ihr annehmen. Sie wäre doch die erste die mich beim JA anschwärzen würde. Ja. Kein Spass.

Davon abgesehen würde ich als Gelegenheitszieherin NIEMALS eine fertig gedrehte Tüte anzünden. Noch dazu von einer „Morgens-zum-Kaffee-das-erste-Tütchen“-Frau. 

Dazu kommt erschwerend, dass ich ja damals, kurz vor Opas Tod eine Panikattacke erlitten hatte (ach ja, das hab ich ihr gesagt, dann schreit die mich an, dass das dann das falsche war, sie hätte nur GUTES und ICH MÜSSE DAS JETZT SOFORT PROBIEREN!!!!), und ich gesagt habe, dass ich eigentlich keinen Bock habe, mich dafür rechtfertigen zu müssen, dass ich KEINE Drogen nehmen will. Daraufhin wurde ich eben verflucht, weil ich keine gut gemeinten Tips annehmen wolle. Und dass das ja immer schon so war. Ich wohl der Meinung sei, was besseres zu sein. Aber sie sagt mir, dass ich total durchgedreht bin und ruhiger werden müsse! 

Selbst wirkt das bei ihr wohl nicht, ich habe die Spucke regelrecht in den Ohren gefühlt. 

Ey. Genau. So wahnsinnig das alles klingt, es war so. 

Nun also soll ich ihr erklären, dass ich deshalb noch immer nix mit ihr zu tun haben möchte. Dabei ist es doch für sie längst vergessen. Und wenn ich mir die Mühe machte, und erkläre, dass ich das anders sehe, würde sie sich wieder auf ihre heilige Schrift berufen, die ja VERGEBUNG vorschreibt. Und wenn das alles nicht hilft, dann kommt wieder „Du sollst Vater und Mutter ehren!“.

Nein. Nein. und nochmals NEIN!

Ich bin fertig mit ihr. Nichts, aber auch gar nichts, will ich mit ihr zu tun haben. Und das für Immer-Immer.

Und schon drei Mal nicht, als „Überflüssiger-Ehemänner-Hort“, weil sie einen alten Stecher treffen will.

Nun fragt also meine Mutter meine Oma immer, sie möchte ja mal wissen, was ich schon wieder hätte. Und Oma sagt dann „Das musst du schon selbst mit ihr klären, ich halte mich da raus!“.

Und da ist mir gestern auch wieder die Hutschnur gerissen. Also sag ich zur Oma, wenn DU DICH weiter mit der treffen willst, musst du wohl oder übel in den sauren Apfel beißen, und ihr sagen, dass ich nix mit ihr zu tun haben will. Und sollte sie das Hoftor hier anfassen, ruf ich die Bullen! DIE hat hier nix zu suchen! Kein Hallo, kein Kaffee, keine Übernachtung, keine Ehemännerabstellmöglichkeit.

Das ist ja eh das Beste: Oma lässt den Mini ans Telefon, der Große hat mir dann erzählt, dass sie ihm gesagt hat, dass sie ihn liebt und dass Gott ihn behüten wird, weil sie für ihn betet.

Den Zahn würde ich ihr ja gerne ziehen. Das Wort „Liebe“ so dermaßen inflationär vor meinen Kindern zu benutzen. EINEN scheiß liebt die. 

Moah. Ich sags euch. Diese Familie macht mich irre. Und ich bin so froh, wenn ich nix mehr von denen hören muss.